Philippinen - Februar/März 2010
Sampaguita auf Cebu und Tagbilaran auf Bohol

Dubai Airport

Manila International Airport

Sampaguita Beach

Nachbar-Resorts von Sampaguita

Moalboal Markt

Fahrradrikscha

Moalboal alte und neue Kirche

Drogenhund

Ananyana

Bungalow Nr. 7

Restaurant

Garten bei den Zimmern 5 - 8

Lounge Areal

Familienzimmer

Kinderspielplatz

Blick vom Strand

Pool

Karte in der Tauchbasis

Tauchboot

zu den Hinagdanan Hoehlen

Strand von Alona

Alona-Massagen

Dinner on the Beach

Amorita Resort

Jeepney-Bus

Chokolate Hills

214 Stufen zur Aussichtsplattform

Schmetterlingsraupen

Pheromone

Schmetterling

Tansier(?) Aeffchen

Helmut und ein Tansier Aeffchen

Wasserfall am Lobok-River

Fruehstueck

Spa

Crew beim Pringels Fest

Tochter von Ruela

ohne Worte :-)

Tagbilaran Hafen

Faehre

Bohol - lachende Muraene

Bohol - Nacktschnecke

Bohol - Drachenkopf

Bohol - Dornenkrone

Bohol - junger Drachenkopf

Bohol - Orang-Utan Krabbe

Bohol - Elefantenohr

Bohol - lila Fischsuppe :-)

Bohol - Schaukelfisch

Bohol - Krabbe ???

Bohol - Ghostpipe fish

Bohol - Garnelen

Bohol - Porzellankrebs

Bohol - Nacktschnecke

Bohol - Nemos :-)

Bohol - Messerschnepfenfische

Bohol - Krebs

Bohol - Ghostpipe fish

Bohol - Garnele

Bohol - Plattwurm

Bohol - Teppich-Krokodilfisch

Bohol - Fledermausfische

Bohol - Roehrenwuermer

Bohol - Seepferdchen

Bohol - Nacktschnecken

Bohol - Nacktschnecke

Bohol - Weichkoralle

Bohol - Anglerfisch

Cebu - Seepferdchen

Cebu - schwangeres Seepferdchen (Maennchen)

Cebu - Schildi :-)

Cebu - Korallenwelse


Reisebericht Philippinen Teil-1 - Sampaguita auf Cebu 22. bis 25.02.2010

Die Anreise erfolgte problemlos mit Emirates von Wien mit Stopp in Dubai nach Manila, dort dann nach dem Flughafenwechsel mit der philippinischen Fluglinie weiter nach Cebu. Abgeholt wurden wir von einem (wie sich später herausstellte) angemieteten Fahrer, der uns in einer wahren Höllenfahrt ins Ressort brachte. Die Fahrweise war an der Grenze der Gemeingefährdung, viel zu schnell auf schlechten unbeleuchteten Straßen mitten in der Nacht, laut hupend unterwegs - mit viel Glück wurde weder Mensch noch Tier verletzt…. Die Bandscheiben lassen grüssen..... (dass man dort auch anders fahren kann, haben wir 4 Tage später gesehen!)

Der Empfang im Sampaguita kurz vor ein Uhr früh fiel sehr einfach aus, eine Frau an der „Rezeption“ übergab uns einen Zimmerschlüssel (Nr. 19) und nahm den Voucher entgegen, ein junger Mann (der sich eineinhalb Tage später als Franklin vorstellte) brachte unsere Koffer zum Zimmer und deutete auf meine Frage, wann und wo denn das Frühstück zu bekommen wäre, schräg rechts von unserem „Bungi“ auf ein Gebäude in der Dunkelheit.

Wir sahen noch, dass das Leintuch unseres Bettes nicht ganz sauber war, aufgrund der anstrengenden Anreise und der fortgeschrittenen Stunde versuchten wir das zu „übersehen“. In der Nacht war dann im Badezimmer kein Wasser - außer einer riesigen Tonne mit stinkender Brühe, die im Duschbereich des Badezimmers stand. Am nächsten Morgen funktionierte das Wasser dann wieder.

Der Anblick des Zimmers bei Tageslicht und vor allem die Aussicht waren erschütternd. Hinter unserem Bungalow: Müllhalde, Bauschutt - vor unserem Bungalow: eine riesige Satelittenantenne, die Rückseite der Tauchbasis. Im Zimmer: der vielgepriesene zusätzliche Tisch für die Fotoausrüstung mit rutschfester Auflage - entpuppte sich als der einzige Tisch im Zimmer, überzogen mit einer nicht ganz sauberen Plastikfolie. Im Wäschekorb waren dicke Spinnweben zu sehen, offensichtlich hat da seit Monaten niemand mehr etwas hineingegeben. Die Vorhänge der Fenster (Gardinen) waren stark verschmutzt und klebrig.

Nach dem Frühstück machten wir eine Runde durchs Ressort und sahen, dass wir beinahe die einzigen Gäste waren - deshalb konnten wir auch ganz schnell in ein anderes Zimmer (Nr. 16) übersiedeln, es waren ja genug frei. In diesem Zimmer hatten wir zumindest eine ganz nette Aussicht aufs Meer. Die quadratische Sitzmöglichkeit auf der Terrasse hatte einen Polster, der auch schon längere Zeit keiner Reinigung mehr unterzogen wurde - warum er so aussah sollten wir in der kommenden Nacht erkennen: streunende Hunde lagen wie selbstverständlich darauf, nicht nur auf unserer Terrasse, auch bei den anderen Zimmern machten es sich die ressortfremden Tiere auf den Pölstern bequem. Nur am Rande sei erwähnt, dass ich Flöhe auf meinen Beinen bemerkte, wonach ich von einem weiteren Verbleib auf der Terrasse Abstand nahm. Die Ausstattung des Badezimmers: eine Toilette wie von einem Kindergarten, trotzdem stand der Spülkasten um 5 cm beim Türstock vor, die Ablage des Waschbeckens war von einem riesigen Brandfleck verziert, das tote Insekt lag schon vor unserer Ankunft dort und war auch bei unserer Abreise noch am gleichen Platz. Der Abfluss des Waschbeckens (ein Schlauch) war mit grauem Silikon direkt in das Waschbecken geklebt. Die Dusche war ca. 70 cm breit, wobei eine Ablage in der Ecke zusätzlich Platz wegnahm. Der Durchlauferhitzer war in der Ecke der Dusche montiert, wobei teilweise blanke Drähte an die Decke führten. Das Badezimmerfenster bestand aus mehreren sehr schmutzigen Lamellen. Der Fußboden des Zimmers bestand aus Holzbrettern, die irgendwann rot gestrichen waren. Die Löcher im Boden ließen einen bis zum verdreckten Boden unter dem Bungi sehen. Die Treppe in das obere Stockwerk, wo auch ein Doppelbett stand war sehr schmal, kaum beleuchtet und aufgrund der Anordnung der Stufen und den unterschiedlichen Abständen in der Dunkelheit nur mit äußerster Vorsicht zu verwenden. Die 5 Stufen des Ventilators beschränkten sich auf Orkan oder kaum merkbarer Luftbewegung.

Die Mahlzeiten wurden im Restaurantbereich an einem zusammengestellten Tisch, gemeinsam mit allen Gästen eingenommen, die Essenszeiten richteten sich nach den Tauchern, was grundsätzlich nicht schlecht ist, allerdings gibt es zwischen Mittagessen (ca. 12.00 Uhr) und Abendessen (zwischen 19:00 und 20:00 Uhr, je nach Nachttauchgang) keine Möglichkeit etwa einen kleinen Snack, ja nicht einmal eine Scheibe Brot zu bekommen. Es war auch zwischen den Mahlzeiten kein Personal im Restaurant oder an der Bar - die einzige Möglichkeit etwas zu Trinken zu bekommen beschränkte sich auf die Minibar! Geschmacklich waren die Speisen größtenteils in Ordnung - wenn auch teilweise sehr fettig, was genau es jeweils zu essen gab, war nicht immer klar - manchmal ließ sich Sergio allerdings dazu herab zu sagen, wie die tägliche Melanzanie zubereitet wurde. Auf meine Frage nach dem auf der Homepage genannten italienischen Küchenchef, brachte er mir völliges Unverständnis entgegen - er habe einen philippinischen Koch und er selbst habe die Nudeln mitgebracht und angeordnet, dass es eben jeden Abend als Vorspeise eine Pastavariante gibt. Die Nachspeise beschränkte sich zu allen Mahlzeiten (mittags und abends) auf frische Ananas.

Tauchbasis: diese Tauchbasis spottet im Grunde jeder Beschreibung. Die Leihausrüstung ist alt und schäbig, die Tauchanzüge teilweise aufgerissen. Es fehlt sowohl eine Dusche als auch eine Toilette in der Nähe der Tauchbasis. Das der Tauchbasis am nächsten gelegene WC war das neben dem Restaurant. Es fehlte (trotz wiederholtem Hinweis darauf) das Toilettenpapier, eine Reinigung hat während der 4 Tage die wir vor Ort waren nicht stattgefunden. Das Becken zum Auswaschen der Ausrüstung war mit einer ekelhaften Brühe (grindig!bäääh) gefüllt. Nur in den eigentlich für die Fotoausrüstung gedachten Becken ist etwas reineres Wasser gefüllt, dort wäscht sich allerdings die Belegschaft. Sicherheitseinrichtungen (Sauerstoff oder auch nur eine Erste Hilfe-Box) sind nicht erkennbar. Es erfolgte keine Führung durch die Tauchbasis oder eine Erklärung der Abläufe.

Die erste Ansprechperson, die auch die Anmeldung entgegennahm (Ausfüllen einer sehr schlechten Kopie eines PADI-Formulars) hat sich später als Besitzerin des Shops herausgestellt - hat mit Tauchen genau gar nichts am Hut. Demzufolge wurden meine Fragen dann auch beantwortet.
1.) Do I need a buoy - a balloon? Oh, what’s that??? Dies wurde ihr später vom Guide erklärt
2.) When do we go for the Check dive? - Check dive? We have a nice Guide!
3.) Where do we go for the next dive? - boat no. 1 ( aha!)

Ein Nachweis einer Brevetierung, Tauchtauglichkeit, Anzahl der Tauchgänge wurde nicht verlangt. Bei der ersten Tauch-Ausfahrt erfolgte auch keine weitere Erklärung/Briefing. Wir waren insgesamt 5 Taucher, der erste ließ sich aus dem Boot fallen und verschwand kaum dass der Motor abgestellt war, der nächste schaute nur, ob er dem ersten nicht auf den Kopf fällt, der Guide deutete mir nun endlich ins Wasser zu gehen alle anderen wären ja schließlich auch schon drinnen. Mit etwas mulmigem Gefühl absolvierte ich den Tauchgang (keine Ahnung wohin, wer ist eigentlich mein Buddy?) - einem Tauchanfänger wäre ein solcher Ablauf nicht zuzumuten!

Sergio der Besitzer erklärte mir bei unserem (vom Reisebüro angeordneten) Gespräch, nachdem ohnehin alle Tauchgänge gleich ablaufen, und es ja völlig egal ist, wo man taucht - es gibt überall das gleiche zu sehen - und wenn die Luft aus ist, kann man ja an den Strand gehen und dort auf das Boot warten. Deshalb ist auch kein Briefing nötig! Auch eine tolle Möglichkeit so richtig Lust aufs Tauchen zu machen....

Die Rezeption: ja, die gab es, war aber selten besetzt und wenn, wurden Fragen mit einem Lächeln beantwortet, die verbale Antwort war in den meisten Fällen nutzlos. Die angebotene Fahrt nach Moalboal erfolgte im völlig verdreckten Hotel-Bus - erst auf unsere Bitte hin wurden die Sitze mit einem Staubwedel „gesäubert“. Zumindest wurde diese Fahrt kostenlos angeboten.

Der Gesamteindruck des Ressorts kurz zusammengefasst: die Anlage wurde vor ca. 17 Jahren gebaut, nie wirklich fertig gestellt (z.B. Restaurantbereich) und seither nur die absolut notwendigsten Reparaturen fast laienhaft durchgeführt - Löcher in den Wandmatten z.B. nur mit Papiertaschentüchern ausgestopft. Die Gehwege innerhalb des Ressorts sind „naturbelassen“ - also über Stock und Stein, teilweise Baumwurzeln und immer wieder Hundekot. Die Pflanzen werden mit milchigtrüber Brühe - wahrscheinlich dem Abwaschwasser - gegossen, was sich geruchsmäßig natürlich bemerkbar macht.

Ob Gäste im Ressort sind oder nicht, scheint dem Besitzer völlig gleichgültig zu sein, dies wurde auch in einem Gespräch mit einem Angestellten so dargestellt. Er (Sergio) habe einige Freunde, die im Ressort wohnen und ob sonst noch Gäste kommen interessiere ihn nicht. Dass es Probleme mit dem Personal gibt, ist Sergio durchaus bekannt (wie er auch im Gespräch uns gegenüber bestätigte), dies zu ändern liegt aber nicht in seiner Absicht - allerdings, ab dem Zeitpunkt wo feststand, dass wir das Ressort verlassen werden, war immer ein Mitarbeiter im Restaurantbereich anwesend! Bei unserer Abreise stand Sergio in der Nähe und achtete wohl nur darauf, ob wir auch die Rechnung bezahlten und das Ressort verlassen - Verabschiedung erfolgte keine (vielleicht ein kurzes Winken oder ein „Ciao“ - ein Auf Wiedersehen hätten wir ohnehin erwartet, aber er würdigte uns keines Blickes)

Ab dem Moment wo wir das Sampaguita verlassen haben, begann erst so richtig unser Urlaub, mit noch kleinen Momenten der Angst dem Wahnsinn zu verfallen, aber das ist eine andere Geschichte und folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Fotos vom Sampaguita haben wir genug, ich verkneif es mir aber welche hier reinzustellen. Die sieht zuerst unser Reisebüro!

Grosser Dank gilt dem Mitarbeiter im Reisebüro über das wir gebucht haben, der es trotz 7 Stunden Zeitverschiebung schaffte innerhalb von 2 Tagen alles zu organisieren. Alle Transfers haben tadellos geklappt und die Alternative war wirklich vom Feinsten!

Reisebericht Philippinen Teil-2 - Tagbilaran auf Bohol 26.02. bis 09.03.2010

Wir verließen also die im wahrsten Sinne des Wortes ungastliche Stätte, die für zwei Wochen die Erfüllung der meisten Tauchträume darstellen sollte (außer 3 Seepferdchen unmittelbar vor dem Ressort haben wir leider sonst nichts gesehen, aber vielleicht lag es auch nur an den vielen Nesseltierchen, die man passieren musste bevor man zur Riffkante kam …)

Die Fahrt ging von Moalboal nach Cebu zum Fährhafen, in knapp zweieinhalb Stunden angenehmer Fahrt im klimatisierten Bus kamen wir an. Hier sollte der Fahrer mit einer Vertreterin des örtlichen Reiseveranstalters telefonisch Kontaktaufnehmen - aber er wusste nichts davon und hatte auch kein Handy dabei. Also erstmal einer von uns raus aus dem Wagen und mit einem der Fahrer rein ins Büro der Fährgesellschaft. Dort wurde dann herumtelefoniert, es wurden mehrere SMS geschickt und unser Auto mit dem Gepäck drin durfte nicht stehen bleiben sondern musste noch eine Ehrenrunde drehen. Nach einigen Momenten des Zweifelns (am eigenen Verstand, an dem des Fahrers, der Fährbüroangestellten….) steht plötzlich ein Mädel mit einem großen Blatt Papier mit „Welcome to Cebu“ und „ANANYANA“ vor mir und drückt mir die Fährtickets in die Hand. So, nun heißt es Mann und Koffer finden und ab zum Check-In. Dort werden die Koffer gewogen - an das Löhnen fürs Übergepäck sind wir hier zwar nicht gefasst gewesen, aber die umgerechnet EUR 1,20 (inklusive Trägerservice!) tragen auch nicht wirklich zur raschen Vernichtung der Urlaubskasse bei. Dann noch eine neue Erfahrung: wir machen Bekanntschaft mit dem dortigen Drogenhund. Wir dürfen die freundliche Hundedame nach getaner Arbeit nicht nur fotografieren, wir dürfen sie auch knuddeln ?

Noch ein kurzer sehr schmackhafter Kaffee in der dortigen Cafeteria und wir müssen schon los. Die Supercat bringt uns in knapp eineinhalb Stunden nach Tagbilaran auf der Insel Bohol. Dort steht schon der nächste nette Herr mit Zettel „ Welcome to Ananyana“ und verfrachtet unser Gepäck und uns in einen klimatisierten Wagen und ab geht’s. Über relativ gute, asphaltierte Straßen geht’s auf die Halbinsel Panglao in Richtung Doljo Beach. Plötzlich bremst er sich ein und biegt auf eine holprige Schotterstraße, dann links und rechts sind nur noch abgeholzte Palmen zu sehen, Baugerüste, Müllberge links und rechts der Sandpiste, einige Holzhütten vor dem Strand. Noch eine Kurve und wir bleiben vor einem großen weißen Tor stehen. In meinem Kopf rotieren die Gedanken von (das darf ja wohl nicht wahr sein - wo sind wir jetzt wieder gelandet?)bis: na bist du deppert…. Dann öffnet sich das Tor und ein Angestellter des Resorts (mit schwarzen Zehensöckchen in Flipflops) tritt heraus, begrüßt uns, stellt sich als JR vor und bringt uns ins Ressort. Mein letzter Gedanke von vor der Tür wiederholt sich: na bist du deppert

Nur diesmal ist es in einer anderen Richtung. So etwas haben wir nicht erwartet. Ein schön gepflegter Garten mit blühenden Blumen und Wegen aus weißem Sand, auf der einen Seite der weiße Sandstrand und das türkise Meer, auf der anderen Seite die offenen Lounge und das Restaurant. Wir erhalten kühle Erfrischungstücher und den ersten Mangojuice - einfach traumhaft. In der Zwischenzeit werden wir mit Informationen nur so überschüttet, was das Hotel nicht alles anbietet an Ausflugsmöglichkeiten und Annehmlichkeiten innerhalb des Ressorts. Die Koffer werden zum Zimmer gebracht, die Tauchtasche gleich wieder zur Tauchbasis getragen. Alles mit einem Lächeln von freundlichen Angestellten.

Das Zimmer liegt ebenerdig, hat ein kleines Wasserbecken auf der Terrasse um den Sand von den Füssen zu bekommen, Tisch und zwei Sessel stehen auf dieser Terrasse ebenso eine Ablage für Badezeug und zum Trocknen der Handtücher. An der Türe eine Stofftasche für die tägliche Zeitung.

Die Glasschiebetür wird geöffnet, dahinter eine zweite Schiebetüre mit Holzlamellen zwecks Sonnen- und Sichtschutz. Dann liegt das Zimmer vor uns: ein riesiges Bett mit 4 Polster und Steppdecke zusätzlich zu den üblichen Leintüchern. Zwei Nachtkästchen mit funktionierenden Lampen (ok, sollte selbstverständlich sein, aber wir waren ja zuerst im……. naja also woanders halt) Die Klimaanlage war auf Arktis eingestellt und arbeitete auf vollen Touren, wurde aber von mir sofort auf 26 Grad erhöht - ich wollte ja nicht erfrieren sondern Tauchen gehen! Das Bad geschmackvoll eingerichtet mit großer Dusche mit Holzrost, Shampoo und Conditioner, Haarfön, kleinen Handtüchern und Seifenablagen aus Holz. Die Minibar war im Schrank untergebracht und wohlgefüllt. Platz für die Koffer war auch im Schrank, einzig die Ablageflächen waren etwas spartanisch, das liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten Gäste dieses Ressorts nur wenige Tage blieben.

Die Tauchbasis:
Wir verstauten unsere Sachen und ich pilgerte mit dem Logbuch unterm Arm Richtung Tauchbasis - mein Equipment war ja schon dort. Sofort ist JR wieder für uns da und erklärt uns die Tauchbasis. Einer der Guides (Eric) stellt sich vor und erkundigt sich nach meinen Tauchwünschen. Wir vereinbaren für den nächsten Tag einen Tagesausflug mit dem resorteigenen Auslegerboot (Ananyana II) und 2 Tauchgängen. Um das Lunchpaket brauchten wir uns nicht zu kümmern, beim Frühstück werden wir nur gefragt, welche Sandwiches wir möchten (zur Auswahl stehen: Tunfisch, Huhn, Schinken-Käse oder eines mit allem drum und dran inkl. Salat) es wird alles ganz frisch zubereitet und dann in einer Kühlbox mit Getränken auf das Boot gebracht.

Vor dem Tauchgang erklärt uns Eric wohin wir tauchen und wo uns das Boot wieder abholen wird. Außerdem meint er, die beiden anderen die mit mir tauchen wären nach 30 Minuten fertig - er würde sie nur kurz zum Boot zurückbringen, ob ich auf ca. 10 m auf ihn warte, damit wir dann weitertauchen können…. So läuft es dann auch, nach 25 Minuten geht der Guide mit den beiden zum 5-Meter Stopp während ich mir 5 Meter tiefer den tollen Bewuchs im Detail ansehen kann und die ersten Fotos in aller Ruhe schiessen. Gleich darauf ist Eric wieder bei mir und wir setzen den Tauchgang für eine gute dreiviertel Stunde fort. Bei der Oberflächenpause wird das Lunchpaket geschlachtet und noch eine Runde geschnorchelt. Nach etwas mehr als eineinhalb Stunden wird der zweite Tauchgang gestartet. Er verläuft genau wie der Erste, nach knapp 25 Minuten werden meine beiden Mittaucher zum Boot gebracht und dann tauchen wir zu zweit noch für eine dreiviertel Stunde weiter. Ich stelle bei diesen entspannten Tauchgängen -trotz Fotos!- persönliche Rekorde im „keine Luft brauchen“ auf - was meine Guides noch an den Rand der Verzweiflung bringen sollte…

Es folgten zwei Tage, an denen ich mit Eric das Hausriff nach allen Richtungen durchforstete, er hatte meine Vorliebe für Kleinzeugs erkannt und begibt sich mit mir auf die Suche nach Ghostpipes und Garnelen - immer in aller Ruhe und mit viel Zeit für Fotos. Eric fragte mich jedes Mal nach ca. einer Stunde nach meinem Luftvorrat und zuckte sichtbar zusammen, als mein Tauchcomputer noch immer 100 bar anzeigt ?

Einer der angebotenen Ausflüge ist Dolphin-Watching, was nach der Beschreibung dieses Ausfluges für mich nicht in Frage kommt, denn mit Gummibooten den Delfinen nachfahren hatte ich schon in Ägypten. Eric begleitet die Gruppe, daher bekomme ich (ganz für mich alleine !!!) einen anderen Guide für den restlichen Aufenthalt. Der bekommt bei der Länge meiner Tauchgänge fast Erfrierungen ;) (bei 28 Grad Wassertemperatur!) Besonders angenehm: meistens bin ich mit dem Guide alleine, nur bei zwei Hausrifftauchgängen kommt noch ein anderer Gast mit uns mit.

Der Service der Tauchbasis ist umwerfend: nicht nur das Gerödel wird von der Crew zerlegt und gewaschen, auch der Tauchanzug wird dir aus der Hand genommen und gewaschen! Manchmal darf man noch nicht einmal das Blei selbst zum Boot tragen, auch um meine Flossen hätte ich mich nicht selbst kümmern zu brauchen, aber das geht für mich dann doch etwas zu weit ?

Die Ausflüge:
Wir entschieden uns für einen Ausflug zu den Chocolate-Hills. Mit einem Kleinbus nur für uns zwei werden wir von unserem persönlichen Reiseleiter quer über die Insel chauffiert. Er erklärt uns die Gegend, bleibt auf interessanten Plätzen für Fotosessions stehen und kümmert sich auch um alle notwendigen Eintrittskarten. Wir besuchen die größte Kirche der Insel, den Punkt an dem die Spanier die Philippinen das erste Mal betreten haben, den Ort wo genau dafür ein Denkmal aufgestellt wurde. Wir sehen den ältesten und größten Baum der Insel, wir besuchen eine Schmetterlingsfarm und machen eine Bootsfahrt am Lobok bis zu den Wasserfällen (nicht mit einem der großen Restaurantschiffe sondern mit einem kleinen Auslegerboot, somit kommen wir bis zum letzten Wasserfall!) Wir besichtigen die Chocolate Hills, jene Hügel, die im Sommer in allen Brauntönen wie Schokohalbkugeln aussehen und klettern die 214 Stufen bis zur Aussichtsplattform hoch. Dann besuchen wir noch einen Minitierpark der die kleinsten Äffchen der Welt (Tasier) zeigt. Nach einer kleinen Spende an den Tierpark (der dortige Angestellte lehnt das Trinkgeld doch tatsächlich ab!) dürfen wir die kleinen Äffchen sogar streicheln. Richtig flauschig sind die kleinen Kerlchen, wobei das Aussehen eine gewisse Ähnlichkeit zu Yoda aus Krieg der Sterne aufweist.

An einem anderen Tag wollten wir die (Halb-)Insel Panglao auf eigene Faust (ohne hoteleigenen Reiseleiter) erforschen, wir lernten also das öffentliche Verkehrsmittel Jeepney kennen (der Fahrpreis lag umgerechnet so um die 10 Euro-Cent für zwei Personen) und eine fixe Fahrtroute gibt es nur bedingt, denn als wir uns nach den Fledermaushöhlen erkundigten, bog der Fahrer mit uns auf die „andere Hauptstrasse“ ab, wo man für uns einen Mopedfahrer organisierte. Wir bestanden jedoch auf einen zweiten Mopedfahrer, da wir unserer Meinung nach nicht zu dritt auf dem Moped Platz gefunden hätten. Die beiden brachten uns zuerst zu der Höhle und kamen nach der vereinbarten Zeit wieder um uns ins Hotel zurück zu bringen. Da das so gut geklappt hatte, vereinbarten wir für den nächsten Tag wieder einen Treffpunkt und pünktlich waren die beiden da um uns auf die andere Seite von Panglao nach Alona Beach zu bringen. Ein Bummel über die Strandpromenade, ein paar Fotos vom Strand, von den Lokalen und ein kleines Getränk später hatten wir Alona auch gesehen und wurden wieder zu unserem Hotel zurück gebracht.

Das Restaurant:
Auf Hochglanzmarmorboden sind die Tische für 2 bis 4 Personen - meistens für 2 Personen gedeckt. Open-Air Restaurant: Windlich, Stoffservietten, frische Blumen am Tisch - und das täglich, egal wie viele Gäste da sind. Wir waren an einem Abend ganz alleine im Restaurant, trotzdem gab es beim Service keinerlei Einschränkungen. Auch die Tafel mit dem Tagesgericht wird zu jedem Tisch hingetragen und die Spezialität erklärt. Zum Topservice zählt auch die Erfüllung von Extrawünschen, die in unserem Fall darin bestand, Speisen zu bekommen, die nicht auf der jeweiligen Tageskarte waren. Nach Rückfrage beim Koch (der sich sogar darüber gefreut hat!) war alles kein Problem
Vor dem Essen gab es immer eine kleine Tasse mit gefrostetem Saft (mit und ohne Alkohol) um die Geschmacksnerven zu aktivieren. Die Speisen waren auch ein Genuss fürs Auge. Originell angerichtet auf schönem Porzellan und auf einem separaten Teller, in ein Bananenblatt gehüllt, die Beilage (Reis oder Kartoffel). Die Nachspeisen nicht übermäßig groß aber vorzüglich. Auch hier wurden Extrawünsche gerne erfüllt und die Crew kannte ab dem zweiten Abend unsere Vorliebe für Schokoladeeis (statt Vanille).
Am letzten Abend gab es als Abschiedsgeschenk einen Brotpudding - klingt schlimm, war aber köstlich. Überbackener Weissbrotkuchen, flambiert und mit Karamell- und Vanillesauce. Zigtausende Kalorien aber einfach traumhaft gut.

Entspannung:
Das Ananyana bietet auch Massagen und Körperbehandlungen im Spa an. Nicht ganz so kostengünstig wie zum Beispiel die Massagen am Strand von Alona, aber dafür auch in einer traumhaften Umgebung. Durch das Wasserbecken mit Blüten betritt man das Spa, leise Musik und tausend angenehme Gerüche lassen eine Stunde wie im Flug vergehen.
Vor, nach und zwischen den Tauchgängen und abends traf man sich bei der Tauchschule bzw. vor der Rezeption Zum Sitzen oder fast schon Liegen gibt es dort eine richtige Wohnlandschaft mit vielen Pölstern und breit genug, dass man beim Sitzen die Beine hochlegen kann. Dort kann man mit den Angestellten nett plaudern oder fernsehen oder auch ein bisschen im Internet surfen, WLAN war dort kostenlos verfügbar, wer keinen eigenen Laptop mit hat, dem wird einfach der Hotelcomputer zur Verfügung gestellt (egal wie lange man surfen möchte, schlimmstenfalls sperrt die Nachtwache dann das Büro ab).

Vor dem Restaurant ist die eigentliche Lounge, mit mehreren Sitzgruppen (einzelne Sessel mit Tischen oder auch einer Couch mit bequemen gepolsterten Rattansesseln). Dort kann man mit leiser Hintergrundmusik bei einem Cocktail (oder zwei, oder drei :-) ) aufs Meer schauen und die Seele baumeln lassen. Auch zwei Hängematten gibt es im Gartenbereich, ebenso einen kleinen Kinderspielplatz.
Am Strand sind mehrere dick gepolsterte Liegen mit und ohne verstellbarem Kopfteil, sehr breit und bequem, trotzdem einfach vom Schatten in die Sonne zu verfrachten. Der flach abfallende weiße Sandstrand lädt zu Spaziergängen ein, wenn man über den Müll der außerhalb der Hotelanlage angeschwemmt wird hinwegsieht. Vor der Anlage wird jeden Tag am frühen Morgen das Seegras und eben der Müll zusammengekehrt und mit einem Pickup weggebracht. Bei Ebbe kann man die kleinen Krebse beobachten und auch viele Seesterne finden. Die Einheimischen nützen diese Zeit um nach irgendwelchen Tieren zu graben, die dort frittiert als Spezialität gelten (von einer Kostprobe haben wir allerdings Abstand genommen).

Insgesamt besticht diese kleine Hotelanlage (insgesamt nur 12 Zimmer) durch die Ruhe und das hervorragende Personal, dessen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft weit über das bisher erlebte hinausgehen.
Das sehr gute Essen - qualitativ und geschmacklich - und das perfekte Service braucht einen Vergleich mit einem Haubenlokal bei uns nicht zu scheuen.
Die Tauchbasis ist sauber, übersichtlich und ordentlich, das Leihequipment ist in einem sehr guten Zustand und wird auch regelmäßig gereinigt und gewartet.
Das Personal ist wie eine große Familie, die nach der Arbeit gemeinsam fernsehen, Facebook-Freundschaften austauschen (mit uns!) und auch gemeinsame Aktivitäten setzen. Zum Beispiel konnte ein Teil der Crew an unserem letzten Urlaubstag gemeinsam tauchen gehen - außer uns waren keine anderen Gäste im Ressort und wir hatten ihnen ja frei gegeben :-) Wir durften uns auch alle anderen Zimmer inklusive der Owner-Suite ansehen und ausgiebig Fotos machen.

Kurz gesagt: das Ananyana ist jederzeit weiter zu empfehlen - wir fahren ja auch wieder hin